Zum 19. Mal zog das beliebte internationale Aktiventurnier am letzten Oktoberwochenende wieder viele Florett-, Säbel- und Degenfechter aus ganz Deutschlandnd anderen Nationen nach Hamburg.

Wie der Wind draussen, so legte am Samstag auch das Geschehen in der ETV-Halle in Hamburg am letzten Oktoberwochenende an Fahrt zu. Die Vorrunden der Florett- und Säbelfechter verliefen konzentriert ruhig, in den KO-Runden danach wurde es dann schon stürmischer.

Hans-Martin Raeker kämpfte sich trotz Verletzungsschmerzen bis ins Finale der Florettherren durch, unterlag dort dem jüngeren Nils-Christian Müller vom TSV Buchholz und belegte Platz 2.

Bei den Damen musste sich Hilke Kollmetz im Halbfinale der Vorjahressiegerin Veronika Goncharova geschlagen geben und errang Platz 3. Henriette Pfennigschmidt verlor nach starken Vorrunden im Achtelfinale überraschend gegen Nathalie Klinck, Eilbeck, und belegte den 9. Platz. Mit Platz 7 nach den Vorrunden lieferte sich hier Frauke Godau als Jüngste im Aktivenfeld ein rasantes Duell mit Birgit Eiermann vom FFF Stockholm. Erfahrung siegte letztendlich mit 15:14 über Jugend. Mit Platz 11 in der Gesamtwertung trotzdem ein gutes Ergebnis für Frauke.

Die Degenfechter und Säbeldamen traten Sonntag an. Hilke Kollmetz konnte den Wettbewerb hier für sich entscheiden.

Dank an Trainerin Friederike Janshen, die die Fechter an den Bahnen unterstützte.

Die Sanierung der Burgfeldhalle hat - wie bei so vielen Bauvorhaben - länger gedauert als angekündigt, aber nach den Herbstferien ist alles fertig, und in der Halle kann wieder Sport getrieben werden.

Zweieinhalb Jahre nach dem Wasserschaden, bei dem der Boden der Burgfeldhalle stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, erstrahlt die Halle nach der viermonatigen Sanierung nun in frischem Hellblau mit farbenfrohen Markierungslinien, die wie ein Schnittmusterbogen für Schneider anmuten.

Für den Hanseatischen Fechtclub - und alle anderen Nutzer - ergaben sich insgesamt drei erzwungene Auszüge aus der Burgfeldhalle innerhalb der letzten drei Jahre. Zuerst wurde die Halle wegen eines Wasserschadens von Januar bis April 2015 gesperrt, dann wurde im darauffolgenden Jahr die Halle für Flüchtlinge umgebaut und nun kam die Hallenbodensanierung. Die Vereinsmitglieder suchten jedes Mal sofort nach Ausweichhallen für das Training - und wurden fündig, wenn auch nicht so optimal wie in der Burgfeldhalle. An vier Orten - der Freien Waldorfschule, der Berend-Schröder-Schule, der Marienschule sowie im LBV Phönix - wurden zum Glück freie Hallenzeiten gefunden. Außerdem konnte bei Fechtvereinen in den Leistungszentren der jeweiligen Bundesländer in Schwerin und Bad Segeberg trainiert werden, wobei letzterer auch die Fechthalle für die beiden Heimturniere des HFCL - das 7-Türme-Turnier, das Türmchenturnier und die Holstenklinge - als Ausweichort zur Verfügung stellte.

Jedes Mal musste die umfangreiche Technik und Kleidung, die sonst in einem der Geräteräume der Burgfeldhalle zur Nutzung bereitsteht, umgelagert werden, z. B. in Kellern und Garagen der Vereinsmitglieder, um von dort aus an all die verschiedenen Trainingsorte gebracht zu werden.

Für einige wurden die Wege zu lang, die Trainingszeiten passten nicht, die Kommunikation über E-Mail kam nicht bei jedem an. Auch kam es dazu, dass angekündigte Kurse verschoben oder sogar abgesagt werden mussten ... so verlor der Verein durch die zeitweise Schließung der Halle leider auch dauerhaft wertvolle Mitglieder.

Damit ist jetzt hoffentlich Schluss. Der Verein blickt nach vorne. Vorausschauend trat man deutlich vor dem Baustart an die Sanierungsplaner heran und beantragte die Kennzeichnung von festen Fechtbahnen auf dem Hallenboden und die Verlegung von Kabeln unter dem Boden. So wurden 6 durch den HFCL finanzierte Anlagen installiert, die nun den Trainingsablauf erheblich erleichtern. Elegant und gediegen, wie der Fechtsport selbst, entfällt nun das zeitaufwendige Aufbauen der Fechbahnen. Jetzt heißt es nur noch Bodenklappen auf, Fechtkabel anschließen und los geht´s. Sogar die Trefferanzeigen sind nun fest und gut sichtbar in den gegenüberliegenden Wänden angebracht. Gleich in der ersten Woche der Herbstferien trafen sich die ersten Fechter in der Burgfeldhalle, bewunderten den schönen, rutschfreien hellblauen Hallenboden mit seinen quietschbunten Markierungen - die Fechtbahnen sind silber/gelb gekennzeichnet - und testeten die Anlage auf ihre Funktionstüchtigkeit. Auch wenn drei der Bahnen noch nicht vollständig angeschlossen waren, verrichteten die anderen drei ihren Dienst ohne Probleme und zauberten ein begeistertes Lächeln auf die Gesichter der Tester, die die Gelegenheit nutzten, um gleich ausgiebig ihrem Lieblingssport nachzugehen.

Als nächstes wurde an den folgenden Tagen das gesamte Hallenequipment aus den Nebenräumen und vom oberen Hallenbereich zurück verräumt und alles von einer Reinigungsfirma mehrmals gründlich durchgeputzt. 

Die Abnahme unserer neuen Fechtbahnen erfolgte in der zweiten Ferienwoche. Die frischgebackene (Wieder)Weltmeisterin Friederike Janshen und Hilke Kollmetz verbanden dieses mit einer Präsentation ihres Könnens vor den Architekten, Planern, Technikern und Vertretern der Stadt, während noch einige Schönheitsreparaturen vorgenommen wurden. Alles funktionierte wunderbar.

Abends räumten die üblichen einsatzbereiten Vereinsmitglieder die Materialschränke wieder an ihren angestammten Platz in der Haupthalle. Einige Stunden, Diskussionen und Schweißtropfen später waren die wichtigsten Fechtutensilien sorgsam verstaut.

Nun kann der Sportbetrieb - natürlich nicht nur für die Fechter - wieder richtig losgehen, in der nun noch schöneren und besseren Burgfeldhalle.

 

 

Das 7-Türme-Turnier findet jedes Jahr am letzten Septemberwochenende statt, auch wenn die heimische Burgfeldhalle - wiedermal - gesperrt ist.

Dank an die FG Segeberg, dass auch diesmal wieder die Sporthalle im Seminarweg als Ausweichmöglichkeit genutzt werden konnte.

Mit 121 Florettfechtern aller Altersklassen aus ganz Deutschland und 6 weiteren Nationen hatte das Traditionsturnier wieder guten Zulauf.

Am Samstag holten sich gleich zwei HFCL-Fechter den größten Pokal.

Lea Sophie Drescher siegte im Wettbewerb der Damen A-Jugend, welcher wegen gleichzeitig laufenden großen Turnieren diesmal leider nicht so zahlreich besetzt war.Neuling Maleen Lütgens erkämpfte sich hier den 12. Platz. Ähnlich sah es bei den Herren aus, wobei hier viele ausländische Fechter das Feld auffüllten.

Moritz Fröhlich, der inzwischen in Bonn trainiert, ließ sich hier kaum bezwingen und verwies alle anderen auf die Plätze.Mit dem 7. Platz konnte sich Lennart Voigt in der höheren Altersklasse gut behaupten. Mattis Meyer errang den 24. Platz. Bei den Schülern hatte der HFCL dieses Jahr keine Starter dabei. 

 

Jeweils über den 2. Platz konnten sich in der älteren B-Jugend Stine Bohlmann und Lennart Voigt freuen. Charlotte Rose belegte Platz 5.

Bei den Jüngeren schaffte es bei den Mädchen Minou Tabatabai auf den 3. Platz.

Jan Hinz und Jakob Derben erreichten Platz 5 und 7 bei den Jungs.

Hilke Kollmetz verteidigte ihren Thron bei den Aktiven Damen.

Die Herren stellten wieder das größte Teilnehmerfeld, trotz nur halber HFCL-Mannschaft. Henrik Fey schaffte es ins Viertelfinale, Platz 8. Hans-Georg Brinkmann erreichte den 10. Platz und Jonas Obermann setzte sich mit Platz 15 in die Mitte des Feldes.

Herzlichen Glückwunsch !

Der HFCL verabschiedete sich jetzt von der engarde-Turniersoftware und wurde während des Turniers im ophardt-System geschult. So ist es möglich, die Aufstellungen und Ergebnisse im Internet mitzuverfolgen, wie das bei den meisten Turnieren inzwischen gemacht wird.

Das Turnier insgesamt lief - Dank an die fleißigen Helfer ! - glatt und zügig ab.

Friederike Janshen, unsere Haupttrainerin, ließ alle Säbeldamen ihrer Altersklasse 50+ bei den diesjährigen Weltmeisterschaften der Senioren im slowenischen Maribor hinter sich. Auch das Finale gegen die Amerikanerin Lydia Fabry gewann sie sicher mit 10:4 und verteidigte damit ihren Weltmeistertitel.

Mit der Mannschaft gewann Friedrike zusätzlich noch Bronze.

Insgesamt erkämpften die deutschen Säbel-, Florett- und Degenfechter und -fechterinnen in der Weltmeisterschaftswoche vom 15. bis 21. Oktober 2017 vier Weltmeistertitel, drei Silbermedaillen und neunmal Bronze und waren damit die erfolgreichste Nation hinter den USA.

Die Fechtsaison in Schleswig-Holstein für die jungen Fechter begann wie immer mit dem Kinder- und Jugendfechtturnier des Waldörfer SV in Hamburg. Am 9. September starteten in der Jugend B Stine Bohlmann und Charlotte Rose, beide Jahrgang 2004, für den HFCL. Nach Vor- und Zwischenrunde (wobei nur die 2.Runde das Weikommen zurm Direktausscheid bestimmte), schied Stine mit Platz 9 aus. Charlotte errang nach dem Gefecht gegen die Nummer 1 den 8. Rang.

Sonntag waren vom HFCL Frauke Godau und Moritz Fröhlich bei der A-Jugend dabei. Frauke startete von Platz 9 aus in die KO-Runde, verlor dort mit 14:15 im Achtelfinale ihr Gefecht und erreichte - nach dem Sieg hier im letzten Jahr - einen enttäuschenden 12. Platz in der Gesamtwertung.

Moritz, der jetzt im Fechzentrum Bonn trainiert, zeigte gute Gefechte, schied aber ebenfalls im Achtelfinale aus.

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Vereinsleitung

1. Vorsitzender: Jörn Voigt

Telefon: 04 51 / 88 97 888

Anschrift: Finkenberg 65, 23558 Lübeck

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